Newsletter 2015-2

Effizienter Energievertriebsprozess in der SN Gruppe

Das Ziel dieses Projekts ist, die Synergien im Energiegeschäft innerhalb der SN Energie Gruppe aufzuzeigen, d.h. von der Kundengewinnung (Vertrieb, Produkte) über den Vertragsabschluss, bis zur Abwicklung, Rechnungsstellung, Inkasso und der Kundenbetreuung. Nach einer Aufnahme des Ist-Zustands bei den Aktionärspartnern ist das Kernteam dabei den Soll-Prozess zu erarbeiten. Als Schwerpunkte wurden die IT-Architektur, die Vertriebsunterstützung und der Beschaffungs- und Portfoliomanagementprozess definiert. In den folgenden Meetings geht es nun darum, diese Bereiche vertieft zu analysieren und einen Soll-Zustand zu skizzieren.

So ist im Bereich IT die Zentralisierung einer IT-Infrastruktur bei elog zu prüfen, d.h. welche Programme sollen auf der elog-Plattform betreut werden. Weiter ist zu prüfen, ob die Programme der Aktionärspartner bei elog standardisiert werden können. Bei den Unterstützungsprozessen liegt das Augenmerk unter anderem auf einer gemeinsamen Vertragsablage und der Standardisierung von Reports. Im Bereich Portfoliobeschaffung geht es darum zu prüfen, welche Tätigkeiten sinnvollerweise zentral bei SN gebündelt werden können. Die Kerngruppe wird nun im Dezember intensiv an der Konkretisierung von Massnahmen arbeiten. Über die Ergebnisse wird dann anlässlich der Vertriebskommissionssitzung vom 22. Februar 2016 und an der Fachkommissionssitzung vom 14. März 2016 berichtet.

Kraftwerk Doppelpower – Status

Nachdem die ersten rund 1‘150 m des Stollens in der erwarteten Bergsturzmasse planmässig aufgefahren werden konnten, kam es anschliessend wiederholt zu Stillständen. Dies aufgrund grosser Presskräfte, welche ein Weiterkommen verunmöglichten. Am 17. Juli 2015 bzw. bei ca. Tunelmeter 1‘299 musste der Rohrvortrieb eingestellt werden.

Das Büro Amberg Engineering AG (AE) erstellte als Fachplaner Tunnelbau ein alternatives Vortriebskonzept für den noch fehlenden Teil des Druckstollens, zwischen der Triebwasserfassung Herren und der festsitzenden Bohrmaschine.

Die noch fehlenden ca. 350 m sollten nun in einer alternativen Bauweise mit einem Gegenvortrieb und die Querung unter dem Sernf in Tagbauweise erstellt werden. Aus der neuen Startbaugrube, nördlich des Sernfs, wird ein Stollen erstellt, der gerade gross genug ist, die Tunnelbohrmaschine in Richtung Zielschacht herausziehen zu können. Wenn diese geborgen ist, werden die bereits vorhandenen und ursprünglich für den Pressvortrieb vorgesehenen Rohrsegmente eingebaut. Der verbleibende Raum zwischen Ausbruchsicherung und Rohr wird verfüllt um den Ursprungszustand des Gebirges wieder herzustellen.

Zurzeit sind die Ausschreibungen im Gange, ebenso muss die bestehende Baubewilligung ergänzt werden. Läuft alles nach Plan, beginnen die Arbeiten des Gegenvortriebs im März 2016. Diese werden rund 14 Monate in Anspruch nehmen. Daraus ergibt sich eine voraussichtliche Inbetriebnahme des Kraftwerks im Frühsommer 2017.

Stand Migration zur elog

Die Energiedatenmanagement-Plattform (EDM) der SN Energie konnte mit der technischen Migration der zwei letzten SN-Partner, tbgs (Technische Betriebe Glarus Süd) und EWR (Elektrizitätswerk Romanshorn), zur elog-Plattform, per Ende Oktober 2015 abgeschlossen werden. Für die von der Gesetzgebung geforderten Abwicklungen müssen noch vereinzelte angepasste Massnahmen umgesetzt werden. Dabei ist ein noch etwas komplexeres Folgeprojekt für die Schnittstelle der Verrechnungsdaten beim Mandanten tbgs kurz vor dem Abschluss.

Im Vordergrund stehen die Monatsabrechnung aller SN-Partner per November auf der elog-Plattform und der Projektabschluss der Migration per Ende 2015. Weiterführende, individuelle Partnerbedürfnisse /-wünsche, betreffend Berichte und Reporte, werden dann losgelöst von der Migration abgewickelt.

Die Migration darf als erfolgreich angesehen werden. Wir sind nun alle auf der gleichen Plattform und können die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und effizient angehen.

SN Energie AG und UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland KGK haben sich über die Hydroelectra AG an 7 Schweizer Klein-wasserkraftwerken beteiligt

Die SN Energie AG und die UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland KGK (UBS CEIS KGK) haben am 24. September 2015 je 25 % der Aktien der Hydroelectra AG, einem unab-hängigen Betreiber von Schweizer Kleinwasserkraftwerken, übernommen. Die anderen 50 % verbleiben bei der Vigier Holding AG, einem Cement-Konzern mit Sitz in Deitingen SO. Die Hydroelectra AG besitzt und betreibt in der Schweiz sieben Kleinwasserkraftwerke mit einer Leistung von 4.8 MW und einer Jahresproduktion von rund 30 GWh. Sechs der sieben 7 Kraftwerke liefern den Strom, im Rahmen der MKF (Mehrkostenfinanzierung), jeweils an den vorgelagerten Netzbetreiber und werden dafür mit rund 16 Rp./kWh entschädigt. Das siebte Werk ist ein KEV-Werk. Die Kraftwerke stehen in den Kantonen St. Gallen, Glarus, Solothurn, Bern und Aargau. Neben den Kraftwerken besitzt Hydroelectra in Dietfurt einen frisch erstellten Gewerbepark und entwickelt einen Windpark auf dem Scheltenpass im Kanton Solothurn.

Kraftwerk Gebensdorf, Kanton Aargau, an der Limmat, Leistung 950 kW

Peter von Rotz, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer und Miteigentümer der Hydroelectra AG, suchte eine Nachfolgelösung, damit das Unternehmen auch weiterhin zukunftssicher aufgestellt ist. „Mir war, im Rahmen des Verkaufs, vor allem wichtig, dass die Hydroelectra AG von Schweizer Unternehmen weitergeführt wird“, erklärt Peter von Rotz. "Mit SN Energie und UBS CEIS habe ich langfristig orientierte Investoren gefunden, die in ihrer Branche etabliert und sich ihrer Verantwortung bewusst sind“.

Die Geschäfts- und Betriebsleitung hat SN Energie im Mandats-Verhältnis übernommen. Dabei fungieren Leo Meier als Geschäftsführer und Daniel Forster als Leiter Finanzen. Der langjährige Hydroelectra-Mitarbeiter Mischa Thurnherr wird zudem auf den 1. Januar 2016 zur SN Energie wechseln und so einerseits das Team der SN Energie verstärken und andererseits der Hydroelectra mit seinem grossen Know how erhalten bleiben. Mehr zur Hydroelectra finden Sie unter www.hydroelectra.ch.

Vigier Holding AG
Die Vigier Holding AG ist eine Schweizerische Aktiengesellschaft mit Sitz in Deitingen. Sie ist eine 100%-Tochtergesellschaft der französischen Vicat-Gruppe, mit Sitz in Paris. Die Tochtergesellschaften der Vigier Holding AG sind in den Sparten Zement, Sand/Kies, Transportbeton, Betonwaren und Entsorgung tätig.

UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland KGK
Die UBS CEIS KGK ist eine Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen, mit Sitz in Basel. UBS CEIS KGK ist eine Anlagelösung für institutionelle Investoren in der Schweiz. Seit der Lancierung im Januar 2013 haben sich rund 35 Schweizer Pensionskassen und Versicherungen mit Kapital an dieser Anlagelösung beteiligt. Die Gesellschaft bezweckt die kollektive Kapitalanlage mittels direkter und/oder indirekter Finanzierung von Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Energieinfrastruktur in der Schweiz. Investment Manager von UBS CEIS KGK ist die Fontavis AG. [ia]

Dienstleistungen für Vertrieb / Beschaffung / Portfoliomanagement

Die Veränderungen im Strommarkt der letzten Jahre, v.a. hervorgerufen durch die Teilmarktöffnung, verlangen von den Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) neue Kenntnisse in verschiedenen Bereichen, neue Vorgehensweisen, neue Systeme, neue Kompetenzen und einiges mehr. Einerseits will jedes EVU seinen Kunden alles aus einer Hand anbieten und andererseits sind die Anforderungen vom Markt im Bereich Komplexität und Preis stark zunehmend. Ein Spagat, den manches kleinere und mittlere EVU aufgrund der meist beschränkten Ressourcen (v.a. personell), nicht mehr bewältigen kann.

In enger Zusammenarbeit mit unseren Aktionärswerken haben wir eine breite Dienstleistungspalette erarbeitet, welche in erster Linie die Bündelung von Synergien beinhaltet und die EVU’s entlastet.

Der Bereich Vertrieb beinhaltet v.a. die Bepreisung von Marktangeboten sowie die Risikoabsicherung der EVU für im Voraus nicht kalkulierbare Fahrplandifferenz- und Ausgleichsenergiekosten. Im Portfoliomanagement bietet SN den EVU verschiedene Beschaffungsstrategien an, je nach Risikobereitschaft und Strategie. Dazu führt SN die Portfolien der Partner und liefert je nach Kundenwunsch die entsprechenden Reports – unterstützt von diversen Informationstools, welche als Grundlage für Beschaffungsentscheide herangezogen werden können (Dienstleistungen für EVU 2016).

Das Dienstleistungsangebot wird laufend den aktuellen Marktgegebenheiten und Kundenwünschen angepasst, so dass wir unseren Kunden schnell und unkompliziert die Unterstützungen anbieten können, die gewünscht werden.

Pensionierung Daniel Scherrer

Per Ende Dezember 2015 geht Daniel Scherrer in Pension. Am 1. Juni 1982 hat er die Stelle als Maschinist in der Kraftwerke Sernf-Niederenbach AG angetreten. In seiner 33-jährigen Karriere bei uns musste er oft unter garstigen Wetterbedingungen unsere Wasserfassungen betreuen, sich durch meterhohen Schnee zu den Stauanlagen kämpfen oder an den steilen Hängen unserer Druckleitung wichtige Instandhaltungsarbeiten vornehmen. Bei der Betreuung unseres Magazins hat Daniel Scherrer zuverlässige Arbeit geleistet. Wir danken Daniel Scherrer für seinen Einsatz und seine langjährige Treue ganz herzlich und wünschen ihm weiterhin gute Gesundheit und viele schöne Stunden im Kreise seiner Familie.